Saison-Höhepunkt - Rollski-WM im Aosta-Tal


DSV-Rollski-Team gewinnt die Nationenwertung
Überragende Sprinterin und Weltmeisterin Ilka Ostermeier/Neumann

Nach einer bereits intensiven und erfolgreichen Weltcupsaison gelang das DSV-Rollski-Team bei der zweiten offiziellen von der FIS ausgerichteten Rollski-Weltmeisterschaft sein Meisterstück. Das Langlauf-Komitee der FIS mit seinem Subkomitee Rollerski hatte die Rollskisportler aus der ganzen Welt vom 27. August bis 1. September 2002 in das schöne Aosta-Tal nach Italien eingeladen. Ca. 200 Aktive aus 15 Nationen folgten dieser Einladung und erlebten hervorragend organisierte und spannende Rollskiwettkämpfe.

Sprint-Quali Ostermeier-Neumann Preußler, Rohde beim Jagdrennen Peggy Wagenführ als Startläuferin Ostermeier-Neumann auf Goldkurs Ilka Ostermeier-Neumann in Führung

Die DSV-Aktiven waren bestens vorbereitet, gut ausgerüstet und neu eingekleidet und wurden in den harten Rennen, u. a. zwei Bergläufe mit extremen Steigungen und starker Konkurrenz aus Russland, Schweden, Frankreich und Italien den Erwartungen mehr als gerecht. Bei den offiziellen Wettbewerben der Rollski-WM gewannen die deutschen Rollskisportler 1 x Gold, 2 x Silber und 4 x Bronze. Natürlich erreichte am Freitag bei allen Vertretern der deutschen Delegation die Stimmung ihren Höhepunkt als Ilka Ostermeier-Neumann beim Damen Sprintwettbewerb in den Straßen von Chatillon mit fulminanten Skatingschritten die Konkurrenz förmlich deklassierte. Gold stand auch auf dem Plan der DSV-Staffeln sowohl bei den Herren als auch bei den Damen. Leider mussten die DSV-Frauen nach exzellenter Vorarbeit durch Peggy Wagenführ und Ilka Ostermeier ihre Hoffnungen begraben als die DSV-Schlussläuferin Isabel Klaus kurz vor dem Ziel schwer stürzte und die DSV-Männerstaffel (in der Besetzung Markus Huber, Dirk Grimm und Michael Puderbach) sich mit einer Rollenlänge, sprich 1/10 Sekunde der siegreichen Schwedenstaffel geschlagen geben und mit Silber begnügen musste. Isabel Klaus konnte ihren Bronzeplatz vom Berglauf beim Verfolgungsrennen noch versilbern und der Junior Florian Rohde sich über seinen dritten Platz beim Berglauf freuen, genau so wie sein Teamkollege Oliver Stoll, Lutz Preussler und Jürgen Treude, mit denen er beim 8 km langen Berglauf (510 m Höhendifferenz) bereits zum Auftakt der WM die Bronzemedaille gewonnen hatte.

Abgerundet wurden die erfreulichen Ergebnisse der DSV-Rollskisportler durch die überragenden Leistungen der DSV-Rollski-Masters, die im Rahmen der Rollski-WM bei den Rennen der Rollski-Masters Weltcup an den Start gegangen sind und beim Berglauf und beim Sprint drei erste und einen zweiten Platz in ihrer Altersklasse erringen konnten. Der 41jährige Heinrich Hau aus Hessen siegte sowohl im Berglauf als auch im Sprint und Uwe Riesen, Jahrgang 1950 krönte seinen Leistungen in Cervinia mit dem Sieg im Sprint seiner Altersklasse.

Die Organisatoren der Rollski-WM 2002 haben im Matterhorn Tal für die Wettkämpfe an verschiedenen Orten optimale Bedingungen gewährleistet und einen würdigen Gesamtrahmen geliefert.

Der Race-Direktor des FIS-Langlauf-Komitees, Bengt Erik Bengtsson war äußerst beeindruckt von hohem sportlichen Niveau der Wettkämpfe und vom professionellen Verlauf der zweiten FIS-Rollski-WM. Zu hoffen ist, dass durch das Streckenprofil der Bergläufe in Cervinia mit bis zu 1000 m Höhendifferenz die junge FIS-Disziplin nicht gleich unter der Rubrik Extremsport eingestuft wird und den Nachwuchsrolleuren nichts vom Reiz der Rollskiwettkämpfe genommen hat.

Die DSV-Rollskisportler haben bis zu ihrem Saisonende noch einige Wettkämpfe auf dem Programm, z. B. in St. Wendel im Saarland. Dort können sie sich schon langfristig mit den Wettkampfbedingungen vertraut machen, die im Jahr 2004 bei Zustimmung durch den DSV für die nächste Rollski-WM der FIS ausschlaggebend sind. Gleichzeitig können die Rollski- Aktiven im DSV in dieser Woche zu den Wettkämpfen der DSV-Skilanglauf-Kadermannschaften in Oberhof bzw. Ruhpolding blicken und verfolgen, wie die Skilangläufer des DSV ihre Sommerwettkämpfe auf ihren Trainingsrollern bewältigen und können beim Vergleich der Strecken und Zeiten darüber nachdenken, ob die Einladung der Wintersportler zur zukünftigen Teilnahme an den für sie nicht ungewöhnlichen Sommermeisterschaften der Skilangläufer anzunehmen, sich lohnen könnte.

Planegg, den 4. September 2002
Dr. Hubert Brühl


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