Roller vs. Inliner / Skatingstöcke

Fragen zur Ski, Stöcken, Schuhe etc.
Michael
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Roller vs. Inliner / Skatingstöcke

Beitragvon Michael » 01 Mär 2004 11:29

Ich bin im Urlaub auf den Skating-Geschmack gekommen und möchte das gerne öfter machen. Leider ergibt sich dabei ein Problem: In Darmstadt und Umgebung ist Schnee eindeutig Mangelware. :( Ich habe Inliner und laufe schon ein paar Jahre darauf. Um die Skatingtechnik "trocken" zu simulieren bieten sich die Dinger ja quasi an. Oder sind Skiroller viel besser?
2. Problem: Stöcke. Hab ich nur "klassische" (150). Welche Länge bruch ich zum (Straßen)Skaten? (Ich bin etwa 183cm groß) Kann ich die Stöcke gleichermaßen für Asphalt und Schnee benutzen? Ich habe mich bei Exel, Leki und Swix mal schlau gemacht. von 30 bis 300€ ist da alles dabei. Welcher Bereich ist für einen Hobbyläufer sinnvol?

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Frank
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Beitragvon Frank » 01 Mär 2004 14:26

Die Stocklänge ist auf Asphalt und im Schnee gleich. Man kann den Stock also sowohl im winter als im Sommer laufen, sofern man die Spitzen austauscht (Rollskispitzen <-> Teller, mit Heizluftfön erwärmen, mit Heizkleber befestigen).
bei 183 kommt man auf eine Stocklänge von maximal 183*(0,9) = 165cm .

Stöcke lassen sich übrigens kürzen (Griffe mit Heizluftfön erwärmen und abziehen, Stock absägen, Griff wieder montieren)

Inlineskates lassen sich vielseitiger einsetzen - besser bremsen.
Rollski kommen dem Skaten im Schnee näher, laufen besser gerade etc.

beim Preis würde ich zunächst ein Alumodell unter 50 Euro empfehlen.
Carbon ist sehr emfindlich. Achte darauf, dass Stöcke einigermaßen steif sind (im Laden verschieden Modelle vergleichen, wie stark sie sich biegen, wenn man sie kräftig in den Boden drückt).

Michael
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Beitragvon Michael » 01 Mär 2004 15:05

Meinst du mit "empfindlicher" bruchanfälliger? Ich hab mal gelesen, dass der einzige Nachteil von Carbonstöcken im Vergleich zu Alu im Preis liegt. In Sachen Steifigkeit, Kraftübertragung... liegt Carbon vorne.
Hast du Erfahrung mit dem Trigger System von Leki? Wenn ja, wie stabil ist es?

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Frank
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Beitragvon Frank » 01 Mär 2004 15:32

ja, Carbon ist bruchanfälliger - vertägt keine seitlichen Stöße wie zb. wenn man mit dem Rollski gegenfährt oder bei Stürzen - kommt beim Rollski leider doch hin und wieder vor - insbesondere bei Anfängern.
Alustöcke vertragen das schon eher und man hat meist die Chance das ganze wieder hinzubiegen.

Das Trigger System von Leki kenne ich noch nicht!

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Beitragvon Toni » 03 Mär 2004 9:59

Hallo,
ich kann dir aus eigener Erfahrung nur Carbonstöcke empfählen. Hände weg von Alustöcken beim Skirollen! Alu überträgt die Schwingungen direkt auf die Handgelenke und ich hatte damals nach bestimmter Zeit Probleme mit Elenbogen (eine Art von Tennisarm) bekommen.
Asphalt ist doch härter wie Schnee, und dass die Stöcke nicht abrutschen muss man mehr hinhauen wie im Winter.
Habe ich mich gleich bei Leuten erkündigt, die längeren Erfahrungen haben und die Aussage war ganz klar. Carbonstöcke absorbieren die Schläge und Schwingungen viel besser wie Alu und geben sie nicht an die Gelenke weiter. Da habe ich bisschen mehr Geld ausgegeben und Exelstöcke für Nordic Blading gekauft. Seit der Zeit hat sich mein Elenbogen beruhigt und
Heute habe ich keine Probleme mehr. Ich empfehle dir auch beim Rollski-Forum
(unter: Links:Allgemein:Rollski-Forum) nachzuschauen. Es gibt hier paar ältere Beiträge
zu diesem Thema.

Gruß Toni

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Beitragvon Frank » 03 Mär 2004 11:42

Das mit dem Schwingunen ist sicherlich richtig, aber alle 6 Monate (sofern man noch nicht sicher auf den Dingern steht) 160 Euro für neue Carbonstöcke ist auch nicht das wahre .

Tip falls es doch Carbonstöcke sein sollen: Stockenden mit Tape umwickeln schützt sie ein wenig.

Toni
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Beitragvon Toni » 03 Mär 2004 12:45

Sorry Frank, aber das mit 160,- Euro je 6 Monate habe ich nicht ganz so kapiert. Man kann auch bei ganz normalen Carbonstöcken Sommerstockspitzen benutzen.
Preis ca. 8 – 20 Euro pro Stück je nach Ausführung. Exel selbst hat ja eigene Spitze entwickelt, (eine Art von Bajonettverschluss) mit denen man sogar bremsen kann.
Ja sagen die mindestens, ist eher ein Wunschdenken. Ich war nicht so ganz zufrieden und so habe ich die ganz einfach unten gekürzt und normalen Skirollerspitze eingesetzt.
Funktioniert einwand frei. Übrigens kann man so wie du auch schon gesagt hast Langlaufstöcke benutzen, man muss nur die Teller gegen Skirollerspitzen wechseln.
Übrigens die Carbonstöcke gibt es ab 100,- Euro, und wegen der Verletzungsgefahr werde ich lieber die 20 Euro nicht sparen, es lohnt sich nicht. Ich habe meine Stöcke seit 2 Jahren und bin sehr zufrieden. Das Geld hat sich gelohnt. Nur zu Info, fahre mit Skiroller ca. 2500 km im Jahr.

Gruß Toni

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Beitragvon Frank » 03 Mär 2004 14:09

Ich denke du stehtst ganz gut auf den Ski. und mit 2400km/a eher ein Profi.

Ich bin nie soviel gefahren, habe oft mal das Problem, dass wenn ich etwas müde mal gegen den Stock fahre, oder nicht aufgepasse und den Stock im Kanaldeckel eingefädel oder Kienapfel erwische und auf den Stock lege etc. Solche Aktionen hält ein Carbonstock definitiv nicht aus (ein Alustock natürlich auch nicht immer).
Carbonstöcke nehme ich nur in Wettkämpfen, habe da auch schon welche zerlegt.
Daher würde ich keinem Anfänger Carbonstöcke empfehlen!
Der Preis und die 6 Monate waren nur aus dem Bauch heraus eine Zahl.
Sollte auch nichts mit Sommer/Winter zu tun haben, sondern einfach eine Zahl für die Lebensdauer aufgrund von Gewalteinwirkung.
Zum Kaputmachen sind 100 Euro zu schade - finde ich.

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Beitragvon Toni » 03 Mär 2004 15:33

Ja, Profi bin ich nicht, laufe nur fast täglich, und so kommen paar km im Jahr zusammen.
Mit der Investition kann ich dir nur Recht geben. Auf jeden Fall soll es Spaß machen.
Und Langlauf und Skirollen ist Spaß pur!!!!
:lol: :lol: :lol:

Gruß Toni

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Beitragvon Michael » 08 Mär 2004 14:45

Das mit dem Ellenbogen kenne ich. Das hatte ich in meinem Urlaub auch. Da bin ich auch jeden Tag gelaufen (klassisch). Ob es daran liegen könnte, dass ich Alu- Stöcke habe?! Das "Stechen" hatte ich nur links - vielleicht laufe ich zu einseitig.
Zum Glück ist das Gelände bei mir in der Umgebung äußerst flach, die einzigen Anstiege auf meiner "üblichen" Inliner Runde (gut 20km) sind ein paar Brücken, so dass ich jetzt nicht unbedingt Stöcke dazunehmen muss, wenngleich das für den XC-Skating-Effekt fraglos besser wäre...

Tobi

Die Mischung machst

Beitragvon Tobi » 16 Apr 2004 16:54

Hi

Ich habe mir erst letztes Jahr Carbonstecken gekauft, wer davon was versteht des ist eine Mischung aus GFK(Glasfaser) und CFK(Kohlefaser), die Erste Komponente macht das System flexibel und die zweite stabilisiert das ganze. GFK ist sehr flexibel also nicht sehr bruchanfällig wohingegen CFK total spröde ist.

Also ich habe heuer einen kleinen Sturtz gehabt und der Stecken war wirklich voll gebogen ist aber nicht gebrochen, da ich eine sehr weiche Mischung fahre. Einen Allustecken kann man nicht mehr hundertprozentig geradebiegen, der wird sich immer wieder an der gleichen Stelle verformen, da sich die innere Strucktur des Metalls verändert hat.

Gruß Tobi

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Beitragvon christoph » 12 Okt 2004 6:36

Ich habe festgestellt das es um ein Vielfaches schwerer ist mit Rollski zu fahren als mit Inlinern. Ein ganzes Stück wackeliger :? .


Gruß

Christoph

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Beitragvon Michael » 12 Okt 2004 12:20

Hab bei XC-ski.de einen schönen Artikel mit Verweis auf das Material gefunden!
Seht selbst:
http://skixc.xnx.de/content.php?folder=169&dataentry=3


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