Alu oder Carbonstöcke?

Fragen zur Ski, Stöcken, Schuhe etc.
Gast

Alu oder Carbonstöcke?

Beitragvon Gast » 19 Mär 2006 12:28

Hallo!
Ich mache seit einem Jahr abwechselnd Nordic Walking und Rollski laufen (klassisch).
Ich wollte 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen und habe mir dazu ein paar Leki Alu Vario Stöcke gekauft und diese so gekürzt das ich sie auch zum Nordic Walking nehmen kann.Vor ca. 3 Monaten
Bekam ich Schmerzen im linken Ellenbogen und der linken Schulter.Warscheinlich durch falschen Stockeinsatz beim Walking und Rollski laufen. Außerdem habe ich es auch übertrieben und bin zeitweise jeden Tag eine Stunde gelaufen.
Nun habe ich gelesen das Alustöcke starke Vibrationen übertragen was zu Gelenkentzündungen führen kann und Carbonstöcke besser sein sollen.Ist da was drann und sind vollcarbon Stöcke besser als solche mit „nur“ Carbonanteil?
Ich hoffe Ihr könnt mir auch ein paar Tips geben auch bezüglich des Stockeinsatzes und der Stocklänge beim Rollski laufen.
Gruß Micha!

Jürgen

Beitragvon Jürgen » 19 Mär 2006 14:46

Hallo Micha,

ich denke, Du solltest Dir sowohl für Nordic Walking als auch für das Rollern jeweils extra Stöcke zulegen. Das Material ist dabei m.E. für den Einsteiger anfangs eine Preisfrage (Alu ist günstiger als Carbon). Für die Stocklängen gibts ja die berühmten Faustregeln:
Nordic Walking: Körpergröße x 0,7
Rollski klassisch: Körpergröße x 0,8
Rollski skating: Körpergröße x 0,9
Generell gilt, Anfänger etwas kürzer, Fortgeschrittene etwas länger.

Ganz wichtig ist auch die Handschlaufe, diese muß gut der Handgröße angepasst werden können, damit Du unverkrampft den Stock führen kannst und der Unterarm entlastet wird(vielleicht resultieren Deine Schmerzen auch zum Teil daraus).
Und wenn Du Dir für Deine Rollski-Stöcke noch gute Sommerspitzen (Hartmetall) leistest, wirst Du wesentlich mehr Spaß am Rollern haben.

Viele Grüße aus Berlin
Jürgen

Gast

Beitragvon Gast » 19 Mär 2006 16:47

Danke für die Antwort!
Die Handschlaufe ist das sogenannte "Trigger System" von Leki also abnehmbar. Zu verstellen ist da nicht viel und ich finde das System super bequem.Die Stöcke haben Soweit ich weiß Hartmetallspitzen. Sind ja auch Nordic Bladingstöcke.
Grüße auch aus Berlin Micha!

Aus Cloppenburg

Carbonstöcke

Beitragvon Aus Cloppenburg » 19 Mär 2006 19:52

Ich habe auch mit diesem Stock bzw. einem ähnlichen Leki-Stock angefangen und die gleichen Erfahrungen gemacht. Mit einem Carbonstock lief es besser und ich habe seitdem keine Beschwerden mehr gehabt. Man neigt am Anfang aufgrund des hohen Spaßfaktors auch dazu, jede freie Minute zu nutzen, um zu laufen - irgendwann merkte ich dann den rechten Ellbogenkopf. Es mag sein, dass einige keine Beschwerden haben und andere darauf empfindlich reagieren. Beim Skilaufen habe ich gemerkt, ist es egal welches Material der Stock hat. Sicherlich gibt es dafür auch verschiedene Philosophien. Jedenfalls habe ich einmal tief in die Geldtasche gegriffen und einen Carbonstock gekauft - mittlerweile der 2. Stock, weil einer gebrochen ist. Carbon ist empfindlicher im Hinblick auf Schlagwirkungen.
MfG und keep on rolling Olaf

Gast

Beitragvon Gast » 20 Mär 2006 18:21

Hallo Olaf!
Die Frage die sich mir jetzt stellt. Ist ein Vollkarbonstock besser oder einer mit GFK beimischung bezüglich der Vibrationen und der Gelenkschonung.
Bei Leki gibt es Vollcarbonstöcke mit der genialen "Trigger" Schlaufe die mir sehrgut gefallen. Andererseits wirbt Exel (die ja ein großer
Carbonrohrhersteller sind und die ich auch aus dem Drachensport kenne) damit "keine" reinen carbonstöcke herzustellen weil der Schaft sonst zu starr wird. Von Vibrationen ist keine Rede.
Vieleicht gibt es ja hier noch andere Experten die sich erklären können warum Leki als Topmodel den Vollcarbonstock anpreist und Exel genau das Gegenteil propagiert?
Gruß micha!

Michl
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Beitragvon Michl » 20 Mär 2006 20:24

Hallo Micha,

Der Exel C1 besteht aus 100% HM-Carbonfaser (high-modular).
Ein Spitzenstock kann niemals viel Glasfaser-Beimischung haben, dadurch würde er zu schwer. Unterschiede gibts nur in der Verteilung von HM-Carbon zu 'normaler' Kohlefaser. Das hat mit der Biegesteifigkeit bzw. Zugfestigkeit der Faser zu tun. Swix verwendet z.B. im Gegensatz zu Leki oder Exel angeblich wesentlich mehr Standard-Carbon bei seinem Ct 1 (Star), dadurch wird er steifer, aber etwas weniger bruchfest.

Gruß

Michl

Aus Cloppenburg

Carbonstock

Beitragvon Aus Cloppenburg » 21 Mär 2006 17:36

Seit 2 Jahren verwende ich einen Yoko-Loppet - mit abnehmbarer Schlaufe!!! Ich finde diesen Stock einfach genial! Sauleicht und vibrationsarm, dazu die Spitze wirklich dauerhaft fahrbar.
Exel hat auch ein anderes Herstellungsverfahren - gewickelt; ich weiß nicht ob das Topmodell auch so produziert wird. Ich bin auch einen B1 gefahren - dabei störte mich auf Dauer der Gummifuß und die Spitze wurde schnell rund - aber ebenfalls hervorragendem Schwingungsverhalten. Auch bei Nordic Walking Stöcken sucht man bei Exel vergeblich nach den Prozentangaben, stattdessen gibt es den Fitnessindex als Orientierung.
MfG Olaf

fritzfrost

Re: Alu oder Carbonstöcke?

Beitragvon fritzfrost » 12 Jul 2010 22:54

JA, liebe Kollegen, ich bin neu hier. JA, ich weiß, der Fred ist steinalt.
Genau diese Frage könnte aber der eine oder andere, der per Suchmaschine hier landet auch stellen.

Für alle Sportler auf der Straße kann das Bruchverhalten von Carbon problematisch werden.
Unfallgeschehen dazu ist bekannt. Alu wird zum Glück nur verbogen.

frostigst 8)

Superior
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Registriert: 20 Jul 2010 13:13

Re: Alu oder Carbonstöcke?

Beitragvon Superior » 20 Jul 2010 13:16

Carbonbruch = Beinbruch


Kann dem Vorredner hier nur zustimmen


mfg


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