Nowax-Weltcup-Ski

Fragen zur Ski, Stöcken, Schuhe etc.
Michael
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Nowax-Weltcup-Ski

Beitragvon Michael » 13 Mär 2005 14:12

Nachdem zum Thema Wachsen von Klassikskiern einiges kam würde mich jetzt eines doch sehr interssieren:
Bei der "Vor-WM" in Oberstdorf letztes Jahr (?) haben bei der Doppelverfolgung, die Rene Sommerfeld gewann, zwei Läufer im klassischen Teil einen "Nowax"-Ski (also mit Schupen?!?) gehabt, und waren damit beim Wechsel auf die Skater zusammen mit Rene an der Spitze.
Weiß jemand von euch, was das für Skier waren, ob das nur ein Testmodell war, oder ob es die auch izu Kaufen gibt?
...

christoph
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Beitragvon christoph » 14 Mär 2005 8:44

Servus,

also ich weiss nicht was das für Ski waren , aber Schuppen waren da bestimmt nicht dran.
Was ich kenne sind chemische Beläge die sich in einem gewissen Rahmen den Temperaturen anpassen können. Ich hatte mal vor 15 JAhren einen von KUUSISTO. War wenn es warm wurde gut aber wenn es dann Abends anzog vereiste die Chrmieschicht und aus Spass wurde Ernst.
Gruß
Christoph

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Beitragvon Frank » 14 Mär 2005 9:09

Ich weiß leider auch nichts genaues, ich möchte aber (Micro-)Schuppen nicht ausschließen.
Wenn es nicht der Fischer CS Crown wer, wird es wohl doch eine Spezialanfertigung gewesen sein.

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Beitragvon Michael » 14 Mär 2005 10:18

Also hier gibts das Ergebnis von damals zum nachlesen:
http://www.xc-ski.de/xfiles/dateien/Erg ... thlonM.pdf
Und hier schreibt Sommerfeldt etwas von schwierigen Wachsbedingungen
http://www.xc-ski.de/234-Aktuelles_Athl ... fo_114.htm
ich bin mir relativ sicher, dass Burgermeister und Bauer so ein Spezialteil hatten. Mehr kann ich leider nicht finden - es interessiert mich aber brennend!

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Beitragvon Frank » 14 Mär 2005 11:35

Bei schwierigen Wachsbedingungen (z.B feuchter Schnee um 0°C) kommt man meines Erachtens mit einen Chemoski auch nicht weiter als mit Wax. Es kann sich also nur um irgendeinen Schuppenski handeln.

@Michael: Woraus schlussfolgest Du, dass es eine Spezielanfertigung war?

Bauer und Burgermeister fahren übrigens beide Fischer.

Frag doch mal im Gästebuch von Burgermeister oder bei Sommerfeld.

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Beitragvon Michael » 14 Mär 2005 13:19

Ich nehme an, dass das ein Test war. Seither habe ich nichts mehr davon gehört.

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Beitragvon christoph » 14 Mär 2005 16:02

Hallo ihr beiden,


also ich habe für die gewissen Tage einen Fischer RCS Crown Ski und kann nur sagen das der ziemlich besch.... läuft. Egal was für Bedingungen sind. Es muss schon etwas eisig sein damit sone Schuppe überhaupt läuft. Ansonsten bremsen die sogar Berg ab( finde ich ).

Was natürlich eine Spezialanfertigung angeht gebe ich euch recht. Möglich ist alles.
Aber ne Normale Schuppe läuft einfach nicht.
Gruß

Christoph



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Beitragvon Frank » 14 Mär 2005 18:34

RCS Crown klingt doch schon mal besser als mein Vorschag.

Das eine Schuppenski i.A. schlechter Läuft als ein Wachsski ist ja klar.
So schlecht wie du sagst, sollte er dann aber eigentlich nicht laufen - bis du sicher, das der Ski nicht zu weich für dich ist?

Jedenfalls kommt so ein Ski für denn Wettkampf auch nur dann in Betracht, wenn sich Wachstechnisch auch nichts vernünftiges Zaubern lässt.

So nasser Neuschnee ist ja z.B sowie Stumpf - für alle Ski, mit Hartwachs hast du keine Chance und Mit Klister fängts an zu Eisen - also bremst auch ohne Ende. Hier kann die Schuppe helfen, bremst zwar auch, aber nicht so doll wie eine vereiste Steigzone, bietet jedoch brauchbaren Abdruck, im gegensatz zum Hartwachs. (OK. Ich gebe es zu, ich habe keine Schuppe, kenne aber ganz gute Läufer die hin und wieder Schuppenski im Wettkampf einsetzen)

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Beitragvon Michael » 15 Mär 2005 8:54

Scheinbar gehen (Mikro)Schuppenski, so wie sie Anno 2004 von Burgermeister und Bauer gelaufen wurden, unter gewissen Umständen sogar besser als Wachsski.
Ich kann aber beim besten Willen nichts darber finden. :(

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Beitragvon Frank » 15 Mär 2005 11:43

Folgendes aus dem Skitest 2000

Nowax-Ski

Der Nowax-Ski wird nach landläufiger Meinung gerne als »Schuppenski« bezeichnet. Das stimmt längst nicht mehr in dieser Form. die Schuppe als Steighilfe in der Mitte des Ski ist zwar nicht out, doch nicht wenige Steighilfen weisen so gut wie keine Ähnlichkeit mehr mit dem auf, was vor allem Trak in den 80er Jahren als kleine Revolution vom Wanderski bis hoch in den Rennbereich hinauf marktfähig machte. Jeder Hersteller verfolgt inzwischen eigene Entwicklungen von Steighilfen, die von der Negativ-Schuppe (in den Belag eingefräst) und Positiv-Schuppe (mit erhabener Ausbildung) über Microschuppen, Microbeläge, Kronenschliffe, doppelte (versetzte) Kronenschliffe, Stufensysteme, Chemicalbeläge etc. hinausreichen. Alle Wege führen auch hier irgendwie nach Rom, aber mancher davon ist etwas schwieriger, wie der Praxistest zeigt.

Nicht jede Steighilfe hielt in unserem Test das, was sie verspricht. Dennoch: auch hier gilt, daß Schwächen genau unter diesen äußeren Bedingungen auftraten, die sich bei grundlegend anderen Verhältnisse ins Gegenteil umkehren können. Andererseits könnten rein theoretisch auch die Erfolgsmodelle unseres Tests in anderen Situationen Schwächen zeigen. Generell gibt es keine Steighilfe für alle Schnee- und Temperaturbedingungen! Lediglich die Bandbreite der Nutzungsmöglichkeit variiert von Modell zu Modell. Und generell mögen alle Nowax-Modelle keine vereisten Loipen!

Nowax - das wird ebenso fälschlich oft als »nicht wachsen müssen« interpretiert. Doch wer damit genußvoll laufen möchte, muß auch entgegen anderslautendem Rat seinem Nowax-Ski eine entsprechende Pflege zukommen lassen. Die Gleitflächen im vorderen und hinteren Bereich sollten gleich vor dem ersten Gebrauch eine ordentliche Präparierung bekommen, die jedes gute Sportfachgeschäft schon erledigen kann. Diese muß nicht jedes Mal erneuert werden, doch sollten die Steighilfezonen in der Mitte mit entsprechenden Pflegemitteln, die es zumeist als Spray gibt, behandelt werden. Steighilfen wirken eben nicht nur helfend beim Aufstieg, sondern sie können auch mehr oder weniger bitterböse Bremser sein, wenn man es an der nötigen Pflege mangeln läßt.

Der Markt bietet auch eine ganze Reihe von Modellen für den sportlichen Läufertyp. Die Skibreiten reduzieren sich, das Gewicht ist vermindert, die Konstruktion verfeinert und die Länge der Steighilfe verringert. Im gleichen Maße steigt der Preis, den man dafür auf den Ladentisch blättern muß. Die Topmodelle sind im Grunde nur leicht modifizierte Rennski in 43-44,5 mm Breite. Diese Ski nutzen sogar Weltklasseläufer bei sensiblen Bereichen wie Neuschnee bei Null-Temperaturen, wo er dem herkömmlichen klassischen Wachs-Rennski durchaus überlegen sein kann. Diese Modelle werden auch gern im Training benutzt bzw. schätzen ihn z.B. Berufstätige, die nach Feierabend keine Zeit für aufwendige Präparation haben. Dieser Ski geht eben in irgendeiner Weise immer, wenngleich nicht immer optimal - aber wen stört das schon im Training?

Beim Nowax-Ski kommt es generell in erster Linie auf guten Abdruck bei jeder Situation und vor allem auf die Steigfähigkeit an, was natürlich vor allem für die weniger sportliche Zielgruppe gilt, denn dieser Personenkreis legt aus unterschiedlichsten Gründen vor allem keinen großen Wert auf schnelle Fahrleistungen. Im Gegensatz dazu sollte ein Nowax-Rennmodell aber gute Gleiteigenschaften aufweisen. Entsprechend hoch wurden dabei auch die Parameter bei der Bewertung der Gleitfähigkeit dieser Skigeräte im Bereich »Racing« und »Sport« angesetzt.

Die Testläufer hatten somit die nicht ganz einfache Aufgabe, die Nowax-Modelle völlig unterschiedlich zu beanspruchen und entsprechend den Zielgruppen zu bewerten. Die Racingski mußten demnach hochsportlich gelaufen werden, die Sport- bzw. Allroundski locker und mit genußvoller Technik, die Wanderski hingegen in bewußt jener unrunden Technik, die dem Anfänger und Freizeitsportler gemeinhin zuzuschreiben ist - wenngleich es einem technisch versierten Rennläufer zugegebenermaßen schwer fällt, solche »Clownerien« auf Ski zu veranstalten. Sollte man daher lieber Anfänger für diesen Test einzusetzen? Ganz klar: Nein! Unsere unabhängig von diesem Profi-Test gesammelten Erfahrungen haben beweisen, daß Anfänger zunächst die größte Mühe mit sich selbst haben, geschweige denn, sie könnten sich auf den Ski konzentrieren und ihm am Ende sogar noch eine wirklich überzeugende Note geben.


Mehr wirst du dazu nicht finden - es gibt keine Wundernowaxski der immer gut läuft!


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