Langlauftechnik wie variabel machen für Kinder?

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Dagobert
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Langlauftechnik wie variabel machen für Kinder?

Beitragvon Dagobert » 20 Okt 2014 8:36

Hallo liebe Langlauffreunde,

Nachdem meine 11-jährige inzwischen eine richtig ambitionierte Langläuferin ist, die große Begeisterung an der Sache hat und sich weiterentwickeln will, habe ich mir ein Buch über allgemeines Kinder- und Jugendtraining gekauft (http://www.amazon.de/Handbuch-Kinder-Ju ... 3778017519), um sie bestmöglich zu fördern. Das soll natürlich keineswegs das wertvolle Training im Verein ersetzen, sondern ergänzen. Grund dafür ist, dass aufgrund der niedrigen Teilnehmerzahl im Verein leider zu wenig auf die unterschiedlich alten Kinder eingegangen werden kann (derzeit nur 8 Kinder von 8 bis 14 Jahre). Einen anderen Verein gibt es hier bei uns leider nicht.

In dem Buch steht, dass man mit Einsetzen der Pubeszenz die motorischen Fähigkeiten (z.B. in unserem Fall Langlauftechnik) festigen soll. Hier schlägt die Trainingswissenschaft u.a. vor, 2er-Kombinationen von sauber, schnell und variabel ausgeführt (also sauber und schnell oder sauber und variabel oder schnell und variabel).

Aus dem Vereinstraining kenne ich natürlich diese vielen verschiedenen Übungen wie Siitonen, Schwimmen, Skaten mit Hände am Rücken, Skaten mit Hüpfen nach jedem 3. Mal, Immitieren, und, und und.

Bisher habe ich immer darauf geachtet, dass sie die Übungen möglichst sauber ausführt, was inzwischen schon ganz gut gelingt. Lt. Buch soll jetzt aber auch schnell und variabel ausgeführt werden. Sauber und schnell ist klar, aber wie würde variabel aussehen? Alles was mir dazu einfallen würde wäre, beim Schwimmen zuerst nur die linke Hand, dann die rechte Hand, dann beide Hände und dasselbe beim Immitieren. Sonst sehe ich ganz ehrlich gesagt keine Möglichkeit, irgendwas variabel zu machen. Hat jemand Ideen?

Oder ist es eher so zu verstehen, dass die Übungen bereits die variable Sache an der Technik sind? Denn die eigentliche Technik geht ja anders als die Übungen. Das würde dann aber bedeuten: Wenn sie die Übungen sauber macht, hat sie bereits eine Kombination aus sauber und variabel. Wenn sie die Übungen schnell macht, hat sie bereits eine Kombination aus schnell und variabel.

Andererseits sind die Übungen inzwischen ja auch kein neuer Reiz mehr, weil sie die einfach nach mehreren Jahren schon gut kann. Also wirklich "variabel" ist das nach meiner Auffassung dann nicht.

Bin dankbar über jeden Tipp :)

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Re: Langlauftechnik wie variabel machen für Kinder?

Beitragvon Frank » 10 Nov 2014 19:24

Ohne jetzt den Kontext des Buches zu kennen, würde ich das so deuten:

Variieren kann man ja vieles bei den diversen Techniken:

Frequenz, Länge der Gleitphase, Streckung/Beugung, Vor-/Rücklage, Einsatz(zeit)punkt und der Stöcke etc..
Variation entsteht auch durch Geländereize (berauf/bergab, Kurven), oder Wechsel des Materials (etwas kürzere/längere/härtere/weichere Ski/Stöcke).
Die Variation der Bewegung führt zu mehr Bewegungserfahrung und dadurch kann die individuelle Technik optimiert werden.

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Re: Langlauftechnik wie variabel machen für Kinder?

Beitragvon Dagobert » 17 Nov 2014 15:47

Danke für deinen Tipp, Frank!
Ich habe mir inzwischen schon eine ganze Reihe an Variationsmöglichkeiten zurechtgelegt. Ich lass meine kleine bei diversen Übungen auch mal nur eine Hand nach links/rechts strecken (z.B. schwimmen einseitig), langsam/schnell, übertrieben in die Knie gehen usw. Und das ganze durchgemischt bei einer Übung. Also zuerst die Basisübung normal, dann adaptiert.
Anfangs dachte ich mir, da überhaupt keine Variationen zu finden, inzwischen bin ich schon richtig kreativ geworden :)
Wechsel des Materials klingt auch nach einem guten Tipp, vielen Dank!


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