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Skrirollern: Stöcke ganz durchziehen bei 1:1er

Verfasst: 07 Aug 2014 11:33
von Dagobert
Hallo liebe Langlauffreunde!

Meine Tochter (10) hat folgendes Problem beim Skirollern:

Sie läuft super auch in 1:1er-Technik. Aber sie zieht dabei die Stöcke nicht ganz durch (da fehlen etwa 30cm Schub). Im Winter auf den Skiern macht sie das wohl, wenn auch noch nicht so perfekt waagrecht nach hinten wie die Profis, aber die Arme sind durchgestreckt, leicht nach hinten.

Ein Trainer im Verein meinte, es läge am fehlenden Gleichgewicht. Ich habe daraufhin in den letzten 2 Wochen fast täglich 10 bis 15min Schwimmen mit ihr gemacht (Schwimmübung ohne Stöcke), das klappte eigentlich ganz gut (ca. 1,5Sekunden auf jeder Seite gleitet sie - müsste doch passen?). Wenn sie es noch länger versucht, geht es nicht. Also das ist schon das längste. Was meint ihr? Müsste sie es noch länger können?

Ich habe sie dann beim Laufen mit den Stöcken immer wieder hingewiesen, dass sie durchziehen soll und dann hat sie es nach und nach immer mehr gemacht. Jetzt sind wir schon soweit, dass sie die Arme zumindest ganz durchstreckt, aber sie gehen vertikal nach unten, nicht nach hinten (vorher waren die noch 90 Grad abgewinkelt).

Sie sagt, sie würde es gerne schaffen, aber es geht irgendwie nicht. Sie hätte gerne, dass ich bestimmte Übungen mache mit ihr, aber ich weiß nicht so recht, welche helfen.

Hat jemand Tipps für mich, was für Übungen ich mit ihr machen soll, dass sie es kann? Und kann es noch was anderes sein außer das Gleichgewicht?

Das sollte ich vielleicht auch erwähnen:
Im letzten Jahr (da fing sie erst mit Skirollern an) sagte sie mir, dass sie großen Respekt vor dem Asphalt hätte und daher nicht ganz durchzieht, weil sie ja ausrutschen könnte mit den Stahlspitzen. Da konnte sie es aber noch nicht so gut und fiel schon 1 bis 2x bei einem Training her. Inzwischen steht sie schon sehr sicher drauf und stürzt gar nicht mehr.

Vielen lieben Dank schon mal :)

Re: Skrirollern: Stöcke ganz durchziehen bei 1:1er

Verfasst: 09 Aug 2014 18:36
von Löhre
Hallo Dagobert,
klingt für mich nach dem, was der Trainer gesagt hat - da fehlt noch etwas das Gleichgewicht. "Fehlend" ist Blödsinn. Das gleiche kann man bei Langläufern (vor allem zum Saisonstart) beobachten, welche jahrelange Erfahrung auf Schnee, aber weniger auf Rollern haben, sowie bei Läufern die bereits seit langen Jahren, jedoch seltener fahren.
Jede Wette, daß sich das in den nächsten Jahren, wenn nicht schon zum Saisonende gibt.
Wäre echt nett, wenn Du ab und an mal ´n Zwischenstand posten könntest, ...da gibt´s außer mir bestimmt noch genügend andere Interessenten.

Re: Skrirollern: Stöcke ganz durchziehen bei 1:1er

Verfasst: 01 Okt 2014 9:33
von Dagobert
Hallo Löhre,

Danke für deine Antwort :)

Gerne hier mal ein kurzer Zwsichenbericht:

Wir haben fließig geübt und es hat sich m.E. tatsächlich schon ein bisschen gebessert. Trotzdem ist die Frequenz im Vergleich zu fast allen anderen Kindern in ihrem Alter immer noch viel zu hoch.

Also bei der "Schwimmübung" stehen wir immer noch bei etwa 1,5 Sekunden je Seite (das wird seltsamerweise nicht mehr), aber es sieht schon etwas sicherer aus als vorher. Hierzu noch eine Frage: Sollte man das denn noch deutlich länger können als die 1,5sec je Seite?

Beim symmetrischen 1:2er zieht sie die Stöcke inzwischzen ganz nach hinten, dass sie richtig weit nach hinten auspendeln ("fast" schon wie bei Profis :)), wobei die linke Seite ihre Lieblingsseite ist. Beim 1:1er zieht sie inzwischen völlig durch (zumindest bis zur hinteren Seite der Hüfte), aber sie pendelt sie dann leider nicht aus. Dieses Auspendeln beim 1:1er fehlt uns noch. Denkst du, dass das auch noch kommen wird, wenn wir so weiterüben? Oder hat jemand noch einen anderen Tipp, was man vielleicht zusätzlich noch versuchen könnte?

Ach ja: Sie ist heuer bei einem Skiroller-Rennen mitgelaufen, wo Skiroller mit leicht härteren Rollen verteilt wurden. Damit konnte sie viel sauberer laufen als mit ihren gebrauchten Trainings-Skirollern. Ich denke, weil sie weniger Kraft aufwenden musste bei den Schüben und so auch weniger Angst hatte mit den Stöcken durchzurutschen (meine Vermutung).

Das sollte ich vielleicht nicht unerwähnt lassen:
Diese höhere Frequenz, von der ich eingehend sprach, hat sie aber auch im Winter beim Langlaufen, obwohl sie da deutlich besser durchzieht. Vor allem bei Rennen. Schon klar, dass man da mit einer höheren Frequenz läuft als bei einem Trainingslauf, aber sie ist eben doch viel höher als bei anderen Kindern. Im Flachen sind das durchaus etwa 2,5 Schübe pro Sekunde (bei einem Rennen. Beim Training schafft sie auch fast 1 Sekunde je Seite). Mein Gefühl sagt mir, dass es an die 1,5 bis max. 2 Schübe je Sekunde sein müssten (beim Rennen). Liege ich damit richtig?
Nur wie soll man das erreichen, wenn man beim Rennen offenbar ohnehin dazu neigt, eine höhere Frequenz zu laufen?